Was sind mineralische UV-Filter?
Mineralische UV-Filter gelten als besonders hautschonend. Sie unterscheiden sich grundlegend von chemischen Filtern in ihrer Wirkweise und in ihrem Verhalten auf der Haut. Der Schutz beginnt sofort.

Mineralische UV-Filter bestehen aus anorganischen Partikeln, die der Sonnencreme beigemischt werden und nach dem Auftragen auf der Hautoberfläche verbleiben. Deshalb hinterlassen mineralische Sonnencremes häufig einen weißen Film auf der Haut.
Am häufigsten werden Zinkoxid und Titandioxid eingesetzt. Diese Stoffe werden seit Jahrzehnten im Sonnenschutz verwendet und gelten als gut untersucht.
Die Wirkung beruht nicht auf chemischen Reaktionen in der Haut, sondern auf physikalischen Eigenschaften.

Inhaltsverzeichnis
- Warum bleiben mineralische UV-Filter auf der Hautoberfläche?
- Welche Rolle spielt der weiße Film?
- Wie schützen mineralische UV-Filter die Haut vor Sonne?
- Was bedeutet Nano bei mineralischen UV-Filtern?
- Mineralische Sonnencreme für Babys
- Mineralische Sonnencreme ohne Titandioxid – warum nur Zinkoxid?
- Mineralische Sonnencreme bei Rosacea
- Was sind die Nachteile von mineralischer Sonnencreme?
- Übersicht: Wirkweise mineralischer UV-Filter
- Fazit: Wie wirken mineralische UV-Filter?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum bleiben mineralische UV-Filter auf der Hautoberfläche?
Die Partikelgröße verhindert ein tiefes Eindringen in die Haut. Besonders bei nicht-nanopartikulären Varianten verbleiben die Filter vollständig auf der Hautoberfläche.
Das unterscheidet sie von chemischen Filtern, die erst in die oberen Hautschichten einziehen müssen, um wirksam zu sein.
Welche Rolle spielt der weiße Film?
Der sichtbare weiße Film entsteht durch Lichtreflexion an den mineralischen Partikeln. Er zeigt, dass UV-Strahlen von der Hautoberfläche weggeleitet werden.
Gerade bei Babys und Kindern wird dieser Effekt häufig als Hinweis auf eine rein physikalische Schutzwirkung verstanden.
Wie schützen mineralische UV-Filter die Haut vor Sonne?
Mineralische Filter wirken wie ein Schutzschild auf der Hautoberfläche. Sie reflektieren und streuen UV-Strahlen, bevor diese in die Haut eindringen können.
Ein Teil der Strahlung wird zusätzlich absorbiert, ohne dass die Filter selbst in die Haut eindringen. Der Sonnenschutz besteht sofort nach dem Auftragen.
Was bedeutet Nano bei mineralischen UV-Filtern?
Um den weißen Film zu reduzieren, werden mineralische UV-Filter teilweise als Nanopartikel verarbeitet. Diese verteilen sich gleichmäßiger auf der Haut.
Für Babys und Kleinkinder werden häufig Nicht-Nano-Varianten bevorzugt. Größere Partikel verbleiben stabiler auf der Hautoberfläche.
Mineralische Sonnencreme für Babys
Hautärzte empfehlen Sonnencreme in der Regel erst für Kinder ab einem Jahr. Die Hautbarriere von Babys gilt als unreif.
Für Babys unter einem Jahr steht der Schutz vor Sonne ohne Sonnencreme im Vordergrund. Dazu zählen:
- Schatten
- Lange Kleidung
- Kopfbedeckung
- Zeitliche Begrenzung der Sonnenexposition
Wenn in Ausnahmefällen dennoch Sonnencreme notwendig erscheint, wird häufig auf mineralische Filter verwiesen. Sie dringen nicht in die Haut ein, sondern verbleiben auf der Hautoberfläche.
Wir empfehlen: Babys gehören nicht in die Sonne und sollten mit langer Kleidung im Schatten bleiben.
Mineralische Sonnencreme ohne Titandioxid – warum nur Zinkoxid?
Einige mineralische Sonnencremes verzichten bewusst auf Titandioxid und setzen ausschließlich auf Zinkoxid.
Titandioxid (TiO₂, CI 77891) gilt in der Kosmetik als umstritten. Partikel, insbesondere in Nanoform, stehen im Verdacht, bei Aufnahme in den Körper erbgutschädigend zu wirken.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft Titandioxid als potenziell krebserregend beim Einatmen ein. Sprays und Puder gelten deshalb als problematisch.
Über gesunde Haut wird das Risiko als gering eingeschätzt. Von der Verwendung in Lippenpflege wird abgeraten, da eine orale Aufnahme möglich ist.
Hauptgründe gegen Titandioxid in Kosmetik sind:
- Mögliche erbgutschädigende Eigenschaften bei Aufnahme
- Risiko durch Einatmen von Nanopartikeln
- Keine zwingende Notwendigkeit bei verfügbaren Zinkoxid-Alternativen
Bewertungen dazu finden sich unter anderem bei Öko-Test, der EFSA und der Verbraucherzentrale Hamburg. Zinkoxid bietet einen breiten UV-Schutz und gilt als gut verträglich.
Wichtig: Lies auch den Beitrag zu den unterschiedlichen Hauttypen
Mineralische Sonnencreme bei Rosacea
Rosacea-Haut reagiert empfindlich auf Reizstoffe. Chemische UV-Filter können Brennen und Rötungen verstärken. Mineralische Sonnencreme verbleibt auf der Hautoberfläche. Sie verursacht seltener Wärmegefühl oder Irritationen. Produkte mit wenigen Inhaltsstoffen werden bevorzugt. Ein leichter Weißfilm wird häufig akzeptiert.
Was sind die Nachteile von mineralischer Sonnencreme?
Viele mineralische Sonnencremes zeigen einen deutlichen Weißeleffekt. Die Textur lässt sich teilweise schwer verteilen.
Wenn sich eine mineralische Sonnencreme jedoch gut verteilen lässt und keinen starken Weißfilm hinterlässt, bestehen keine grundsätzlichen Nachteile gegenüber Sonnencremes mit chemischen Filtern.
Übersicht: Wirkweise mineralischer UV-Filter
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Mineralische UV-Filter | Reflexion und Streuung von UV-Strahlen |
| Eindringen in die Haut | Nein |
| Wirkeintritt | Sofort |
| Verhalten auf der Haut | Verbleiben auf der Hautoberfläche |
| Zielgruppe | Kinder ab einem Jahr, empfindliche Haut |
Reicht mineralischer Sonnenschutz allein aus?
Auch mineralische UV-Filter ersetzen kein angepasstes Verhalten. Sonnenschutz wirkt nur auf unbedeckter Haut.
Schatten, Kleidung und zeitliche Begrenzung der Sonnenexposition bleiben entscheidend.
Fazit: Wie wirken mineralische UV-Filter?
Mineralische UV-Filter schützen die Haut durch physikalische Abschirmung, ohne in die Haut einzudringen. Sie reflektieren UV-Strahlen an der Hautoberfläche und wirken sofort.
Diese Eigenschaften machen sie geeignet für empfindliche Haut. Bei Babys steht Sonnenschutz ohne Sonnencreme im Vordergrund.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wirken mineralische UV-Filter sofort?
2. Sind mineralische UV-Filter weniger wirksam als chemische?
3. Wird man mit mineralischer Sonnencreme braun?
4. Warum werden mineralische UV-Filter häufig für Babys empfohlen?


