Tagesmutter oder Kita

Sep 6, 2021 | Blog | 0 Kommentare

Die Frage „Tagesmutter oder KindertagesstĂ€tte“ steht nahezu allen Eltern irgendwann bevor, daher möchte ich euch allen meine Sicht dazu schildern, um euch ein StĂŒck weit bei dieser Entscheidung zu stĂ€rken. Ich vertrete hier meine persönliche Meinung, EindrĂŒcke, FĂŒr und Wider. Die Entscheidung liegt am Ende natĂŒrlich immer bei euch.

Zuerst sollte man die persönlichen WĂŒnsche und Vorstellungen betrachten. Jede Tagesmutter und jede Kita hat ein pĂ€dagogisches Konzept. Wenn euer Erziehungsstil nicht mit diesem zusammenpasst, ganz klar – erzwingt nichts, was ihr nicht befĂŒrwortet und schaut euch weiter um.

 

Tagesmutter

Bei einer Tagesmutter werden maximal 5 Kinder zeitgleich betreut. Dadurch kann auf jedes Kind sehr individuell eingegangen werden. Besonderheiten der Kinder, besondere Gewohnheiten wie z.B. das in-den-Schlaf-schaukeln sind hier wohl eher möglich als in einer Kita – natĂŒrlich immer nach genauer Absprache.

Sind eure Kinder noch unter einem Jahr und mĂŒssen aufgrund eurer beruflichen TĂ€tigkeit schon vor dem ersten Lebensjahr in die Betreuung, wĂŒrde ich immer zu einer Tagesmutter raten. Eine kleine Gruppe, mehr Zeit fĂŒr jedes Kind, mehr IndividualitĂ€t und FlexibilitĂ€t. Mehr Ruhe fĂŒr euer Kind. Nicht dass dies in einer Kita nicht möglich wĂ€re, fĂŒr mich wĂ€re die Tagesmutter in dem Fall jedoch immer die erste Wahl.

Bedenkt jedoch, dass eine Tagesmutter ihre Betreuungszeiten alleine bestimmt. Diese sollten immer zu euch passen. Hier gibt es sowohl sehr umfangreiche Zeiten mitunter auch mit Nachtbetreuung fĂŒr Schichtarbeiter. Aber auch Zeiten, welche sich hĂ€ufig nicht mit einer 40-Stunden-Woche vereinbaren lassen, wenn beide Eltern arbeiten und keine Familie in der NĂ€he ist, um auszuhelfen.

Auch bei der Urlaubsplanung solltet ihr beachten, dass es in vielen StĂ€dten keine Ersatztagesmutter gibt. Das heißt: hat die Tagesmutter Urlaub, mĂŒsst auch ihr eure Kinder privat betreut wissen. In einigen StĂ€dten gibt es dann eine „Springerkraft“, welche in dieser Zeit die Betreuung ĂŒbernimmt. Das ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Gleiches gilt auch im Krankheitsfall.

 

Kita

Ich, als ehemalige Tagesmutter, habe mich bei unserem Sohn fĂŒr eine Kita entschieden – aus mehreren GrĂŒnden. In unserer Kita, die der Frechfuchs besucht, gibt es keine Betriebsferien. Somit entscheiden wir, wann wir Urlaub machen und die Betreuung ist jederzeit gewĂ€hrleistet. Ist eine Erzieherin krank, steht eine weitere zur VerfĂŒgung, welche die Gruppe in dieser Zeit ĂŒbernimmt.

Die Gruppen sind grĂ¶ĂŸer, somit ist weniger Zeit fĂŒr jeden einzelnen. Aber alle Erzieher*innen machen Ihren Job großartig und werden allen bestmöglich gerecht. Auch individuelle Absprachen sind meist möglich, jedoch nicht vorausgesetzt.

Oft habe ich als Tagesmutter erlebt, dass es den Kindern sehr schwer fiel von einer kleinen Gruppe bei der Tagesmutter in die Kita zu wechseln. Mehr Kinder, viel Trubel, weniger Zeit fĂŒr denen einzelnen, das stellt viele Kinder vor eine neue Herausforderung. Nichts desto trotz ist auch diese Herausforderung zu meistern.

 

Am Ende zÀhlt immer:

  • Was ist euch wichtig? Was wĂŒnscht ihr euch ?
  • Welche Betreuungszeiten benötigt ihr?
  • Passt das Konzept zu euren Ansichten und zum Erziehungsstil?
  • Gibt es Besonderheiten bei eurem Kind, welche mehr Aufmerksamkeit benötigen?

 

Solltet ihr nach eurer Wahl irgendwann doch unglĂŒcklich sein oder euer Kind nicht richtig ankommen und sich unwohl fĂŒhlen, gibt es immer die Möglichkeit einen neuen Weg einzuschlagen. Macht niemals den Fehler, Dinge nicht anzusprechen, die euch Sorgen bereiten. Und sollten alle Stricke reißen, gibt es immer Wege zu wechseln und eine neue Betreuung zu finden – vergesst das nie!

Immerhin geht es hier um das grĂ¶ĂŸte GlĂŒck und das Wichtigste, was ihr besitzt, was wir besitzen:

UNSERE KINDER

 

Wer ist Sarah?

Ich bin Sarah, Mama eines 3 JĂ€hrigen Sohnes. Bevor unser grĂ¶ĂŸtes GlĂŒck das Licht der Welt erblickte, war ich selbststĂ€ndig als Tagesmutter tĂ€tig. Nun ein paar Jahre spĂ€ter, ergreife ich meine Chance und erfĂŒlle mir den Wunsch durch eine berufsbegleitende Ausbildung auch noch meinen Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin zu machen, um fĂŒr immer in meinem Traumberuf mit Kindern erfolgreich und voller Möglichkeiten arbeiten zu können.

 

 

Auch spannend fĂŒr dich:

 

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken