Am 14. September 2022 ist Welt-Neurodermitis-Tag. In Deutschland leidet etwa jedes sechste Kind bis zum Grundschulalter unter den Symptomen des atopischen Ekzems, wie Neurodermitis auch genannt wird. Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung und zeigt sich oft durch sehr trockene, raue Hautstellen und starken Juckreiz. Neurodermitis kann man nicht heilen, aber neben Ernährung, Kleidung und Lebensstil kann die richtige Hautpflege zur Linderung der Symptome beitragen.

Wir erklären, wie sich die empfohlene Hautpflege bei Neurodermitis von der typischen Babypflege unterscheidet.

 

Weniger ist mehr: Lerne das Pflegebedürfnis deines Babys kennen

Die Haut ist unser größtes Organ und ganz schön clever. Durch die Oberfläche wird die Körpertemperatur geregelt, der Säureschutzmantel hält Feuchtigkeit und Nährstoffe drinnen und Schadstoffe draußen. Hautreinigung und -pflege sind deshalb nur notwendig, um die hauteigenen Schutzfunktionen zu unterstützen – bei Bedarf. Unsere Philosophie bei PAEDIPROTECT lautet “So wenig wie möglich und so viel wie nötig”. Das gilt für die Auswahl unserer Inhaltsstoffe, die empfohlene Menge und Anzahl der Produkte in der Pflegeroutine.

Wir empfehlen daher allen, sich mit dem individuellen Pflegebedürfnis der eigenen Haut oder der des Babys zu beschäftigen. Spannt die Haut nach dem Kontakt mit Wasser? Zeigen sich Rötungen beim Tragen von synthetischer Kleidung oder Wolle? Erkennt man Schuppen auf der Kopfhaut oder im Gesicht? Bilden sich ohne erkennbaren Grund trockene, raue Hautstellen? Nicht jedes Baby hat Neurodermitis, nur weil gelegentlich trockene Hautstellen auftreten. Wenn ihr den Verdacht habt, dass sich bei den Kleinen eine Hauterkrankung ausbildet, solltet ihr frühzeitig mit Kinder- oder Hautärzt:innen oder der Hebamme Rücksprache halten.

 

Die Basics

Ganz egal welchen Hauttyp und -zustand die Kleinen haben, die Hautschutzbarriere ist im Babyalter noch nicht vollständig ausgebildet. Schadstoffe können also leichter in die Haut eindringen. Deshalb sollte bei der Auswahl der Pflege unbedingt darauf geachtet werden, dass die Produkte speziell für Babys und Kinder entwickelt, getestet und die Hautverträglichkeit dermatologisch bestätigt wurde. Das Auswahlkriterium für Inhaltsstoffe und Produkte sollte immer die Hautverträglichkeit sein. Auch in der Naturkosmetik gibt es Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, die die Haut nachgewiesen reizen können und bei Babys schlimmstenfalls zu Allergien führen können.

Überflüssige Zusätze wie Parfüm, Mikroplastik und Emulgatoren solltet ihr genauso vermeiden wie reizende Alkohole oder Sulfate. Beim Sonnenschutz eignen sich moderne UV-Filter ohne Octocrylene. Auch auf die richtige Anwendung kommt es an: Viele junge Familien stecken die Kleinen jeden Abend als Teil der Abendroutine in die Badewanne – davon raten wir zum Beispiel ab.

Normale Haut bei Babys

Euer Baby zeigt keinerlei Hautirritationen, kratzt sich nicht und scheint sich auch nicht unwohl zu fühlen? Dann haben die Kleinen vermutlich was man als “normale” Haut mit einer gesunden Hautschutzbarriere bezeichnet. Solange die Babys noch zu klein für Beikost sind, kann die Haut einfach mit klarem Wasser gereinigt werden. Wenn das insbesondere für den Windelbereich nicht ausreicht, helfen ein paar Tropfen Pflegeöl auf einem feuchten Waschlappen.

Sobald die Kleinen sich mit Brokkoli, Möhrenbrei oder beim Krabbeln so richtig vergnügen, könnt ihr ein sanftes Reinigungsprodukt, wie unser 2in1 Shampoo & Waschlotion oder das Pflegebad hinzunehmen. Den ganzen Körper mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion einzucremen ist in den ersten Monaten überflüssig. Erst wenn Reinigungsprodukte in der Routine integriert werden, könnt ihr die Haut nochmal ausgiebig anschauen und bei trockenen Stellen nach dem Baden eincremen. Sonnencreme ist ein Muss, sobald man die Kleinen nicht mehr zuverlässig durch Schatten und Kleidung schützen kann.

Trockene Babyhaut pflegen

Nach dem Kontakt mit Wasser zeigen sich bei den Kleinen trockene Stellen, aber Ekzeme wurde bereits ausgeschlossen? Euer Baby hat vermutlich einen trockenen Hauttyp, der sich durch weniger Lipide in den oberen Hautschichten auszeichnet. Feuchtigkeit kann leichter entweichen. Hautpflege hat nun vor allem zwei Funktionen: Den Feuchtigkeitsspiegel auffüllen und das erneute Austrocknen verhindern. Das funktioniert am besten durch eine Kombination von feuchtigkeitsspendender Pflegelotion und reichhaltigem Pflegeöl.

Wichtig ist auch hier, dass nicht alle Hautstellen das gleiche Maß an Pflege benötigen. Für sehr trockene, raue Hautstellen eignet sich eine Hautschutzcreme, die Feuchtigkeit & Lipide kombiniert, wie unsere Intensiv Pflegecreme. Eine All-Over-Pflege ist allerdings auch bei trockener Babyhaut selten notwendig. Wasser kann die Haut ironischerweise austrocknen. Bei trockenen Hauttypen solltet ihr also darauf achten, dass das Bad möglichst kurz ausfällt und ihr nicht häufiger als nötig badet oder duscht.

 

Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis

Ihr habt Gewissheit: Bei eurem Baby wurde Neurodermitis diagnostiziert. Die gute Nachricht zuerst: Bei mehr als einem Drittel aller betroffenen Kinder verschwinden die Symptome noch vor dem Schulbeginn. Bei Neurodermitis unterscheidet man zwischen verschiedenen Phasen bzw. Stadien: Die akute Phase (auch Neurodermitis-Schub genannt), die sub-akute Phase und die chronische Phase. Die ersten beiden gehören immer in die Hände von medizinischem Fachpersonal, also Haut- oder Kinderärzt:innen. Oft wird ein Behandlungsplan gemeinsam erarbeitet und die Eltern erhalten wichtige Informationen zum Umgang mit mittelschweren bis schweren Schüben.

Ist der Schub überstanden, eignet sich eine Basispflege für die Kleinen im Alltag. Noch wichtiger als bereits bei trockener Haut ist es, den Kontakt mit Wasser zu minimieren. Das Ziel ist es, den Juckreiz zu lindern, die Haut zu beruhigen und viel, viel Feuchtigkeit zuzuführen. Anschließend wird die Hautschutzbarriere durch hautähnliche Lipide sanft unterstützt, zum Beispiel mithilfe unserer Intensiv Pflegecreme oder dem Pflegeöl. Alle PAEDIPROTECT Produkte wurden speziell für sehr empfindliche und zu Neurodermitis neigende Haut entwickelt und sind frei von allem, was ein Allergiepotenzial birgt. Ausführliche Infos zum Umgang mit Neurodermitis findet ihr hier.

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